Wie zu erwarten hat Schweden die Vorwürfe gegen den Wikileaks Gründer – Julian Assange – fallengelassen. Die Hetzjagd endete für Assange in einem britischem Gefängnis, wo ihm weiterhin die Auslieferung in die Vereinigten Staaten von Amerika droht. Von Anfang an ging es eigentlich nur darum Julien Assange festzunehmen und in die USA zu überstellen um ihn dort dann wegen Geheimnisverrat und Landesverrat anklagen zu können.

Da die Öffentlichkeit Sympathien für Assange entwickelte und die Mehrheit der Amerikaner ihn gar nicht in Haft sehen wollen war es für die USA nicht unbedingt leicht an ihn heranzukommen. Über Jahre hielt sich Assange in der Botschaft von Ecuador in London auf, wo er dann auch am 11. April 2019 festgenommen wurde.

Die Jagd geht weiter

Sieben Jahre sind eine lange Zeit, verschenkte Zeit für Julian, der sich so lange vor den USA verstecken musste und wenn man bedenkt, dass Schweden die Vorwürfe nun hat fallen gelassen und somit die eigentliche Verhaftung am 11.04.2019 und die Jagd davor selber, hinfällig gewesen wäre, wird einem erst Mal klar, wie mächtig die Vereinigten Staaten wirklich sind.

Nun kommen neue Einzelheiten ans Licht und jeder der die Nachrichtendienste der USA unterstützt hat, will jetzt mit all dem nichts mehr zu haben wollen. Während seiner Zeit in der Botschaft von Ecuador wurde der Wikileaks Gründer und seine Gäste von einem spanischen Sicherheitsunternehmen überwacht. Aus Videoaufnahmen und Dokumenten geht hervor, dass neben Ärzten und Anwälten auch drei Mitarbeiter des NDR ausgespäht wurden, die nun in diesem Zusammenhang Strafantrag gegen das spanische Sicherheitsunternehmen UC Global gestellt haben.

Verstoßes gegen datenschutz- und persönlichkeitsrechtliche Bestimmungen lautet der Tatvorwurf, der nun ausermittelt werden soll. Die Überwachung selber nahm mehr und mehr nachrichtendienstliche Formen an, so zeigen beispielsweise Ton- und Videoaufnahmen von Assange und dessen Besuchern, wie die Überwachungsmaßnahmen mehr und mehr ausgebaut wurden.

UC Global sammelte Daten

UC Global haben IMEI Nummern von Mobiltelefonen erfasst, Pässe kopiert, Vermerke über Besucher angelegt und elektronische Geräte zerlegt um diese mit versteckte Mikrofone auszustatten die dann im Botschaftsgebäude angebracht wurden. Wie der NDR berichtete soll laut Aussagen das gesammelte Material von früheren Mitarbeiterinnen und auch Auftraggebern einem amerikanischen Geheimdienst übergeben worden sein.

Das Unternehmen selber streitet die Vorwürfe ab und betonte, dass sie stets nur im Auftrag der Regierung von Ecuador gehandelt haben. Es stellt sich nun die Frage ob die NSA oder der CIA selber die Firma UV Global betreibt oder diese nur von denen angeworben wurden?

USA übt noch immer Druck auf Großbritannien aus

Assange sitzt derzeit noch immer wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen eine fast einjährige Gefängnisstrafe in Großbritannien  ab und muss noch immer die Auslieferung in die USA fürchten, wo er weder einen vernünftigen Prozess noch eine vertretbare Haftstrafe zu erwarten hat.

Am vergangenen Montag berichtete „Die Welt“ über den besorgniserregenden Gesundheitszustand von Julian und befürchten sogar den Tod des Wikileaks Gründers, wenn dieser nicht endlich vernünftig ärztlich behandelt würde. Es bleibt weiterhin zu hoffen, dass Assange endlich freigelassen wird und die Hetzjagd endlich ein Ende hat!

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