In 27 Tagen ist Heiligabend und die meisten Menschen sitzen an diesem Tag mit ihren Familien zusammen um Weihnachten zu feiern. Nicht alles sei dies vergönnt, denn es gibt auch Menschen die das nicht können weil sie Beispielsweise in Haft sitzen.

Um dies in Nordrhein-Westfalen auch Inhaftierten zu ermöglichen hat die Justiz Gnade vor Recht ergehen lassen und 522 Gefangene vorzeitig aus der Haft entlassen. Die jährliche Weihnachtsamnestie, die allerdings nicht in jedem Bundesland vollzogen wird,  ist an strengen Voraussetzungen geknüpft und nicht jeder Gefangene kann so eher freikommen.

Bayern und Sachsen sind die einzigen Bundesländer die die sogenannte Weihnachtsamnestie nicht gewähren. In Nordrhein-Westfalen (NRW) und Baden-Württemberg hingegen können so jährlich hunderte Gefangene ein paar Tage eher entlassen werden, damit sie Heilig Abend zu Hause bei der Familie  sein können. In den übrigen Bundesländern sind es immer nur eine Handvoll Gefangene die die Amnestie erhalten.

Im vergangenen Jahr (2018) wurden in der Bundesrepublik über 2000 Gefangene dadurch eher entlassen. Streng genommen handelt es sich bei „Weihnachtsamnestie“ um Gnadenerweise, die im Einzelfall aus Anlass des Weihnachtsfestes ausgesprochen werden. Die Haftstrafen der Entlassenen wären ohnehin im Dezember 2019 oder Januar 2020 zu Ende gewesen, so dass es sich hier um einen Erlass von ein paar Tagen oder ein paar Wochen handelt.

Millionen von Steuergeldern können so jedes Jahr eingespart werden und gleichzeitig werden Familien wieder zusammengeführt. Soziale Bindungen sind die wichtigsten Eckpfeiler für die Gefangenen um ein straffreies Leben nach der Haftentlassung führen zu können und wann passt ein Neustart besser als an Weihnachten oder Neujahr?

Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest und hoffen, dass Ihr Eure Chance nutzen werdet! 👊