Donnerstag, 29. September 2011

Präsident Obama zur europäischen Schuldenkrise

Barack Obama
Barack Obama
Die europäische Schuldenkrise macht der Welt Angst«, sagte US-Präsident Barack Obama bei einer Veranstaltung in Kalifornien. Er äußerte die Befürchtung, die Finanzkrise Europas könne sich negativ auf die angeschlagene US-Wirtschaft auswirken und forderte von Europa rasche Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme. 


Die europäischen Banken, so Obama, hätten sich nie von der Krise im Jahre 2007 erholt. Damals war die Welt in eine Finanzkrise getaumelt, die durch die US-Immobilienkrise ausgelöst worden war. Infolgedessen war die US-amerikanische Großbank Lehman Brothers zusammengebrochen. Obamas Antwort darauf war der Nachdruck von einer Billion zusätzlicher US-Dollars im Jahre 2009 gewesen. Eine Methode der Geldmengenaufblähung, die sonst hauptsächlich aus Schwellen- und Entwicklungsländern bekannt ist, und die zu einer massiven Abwertung des Dollars führte.

Aktuell ist es dem US-Präsidenten gelungen, eine drohende Zahlungsunfähigkeit der USA ab 1. Oktober zum dritten Mal in diesem Jahr abzuwenden und Mehrheiten für einen rettenden Übergangsetat zu gewinnen. 

Ob dies von dauerhaftem Erfolg sein wird, ist noch nicht absehbar. Aktuell beläuft sich die US-amerikanische Staatsverschuldung auf 14 Billionen Dollar. Erst im vergangenen Juli war der Staatsbankrott der größten Wirtschaftsmacht der Welt in letzter Minute durch eine Erhöhung der Schuldenobergrenze verhindert worden. Barack Obama, der aktuell für seine Wiederwahl im Jahre 2012 kämpft, steht vor großen Herausforderungen, vor deren Hintergrund man seinen Appell an die Verantwortlichen in Europa als Ablenkungsmanöver bewerten kann.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen