Mittwoch, 9. Oktober 2019

Online Händler schmeißen 7,5 Millionen Artikel in die Tonne

Online Händler
Online Händler 
Im vergangenen Jahr landeten fast acht Millionen Retouren in der Tonne. Anstatt die Artikel zu spenden oder wieder zu verwerten, werden diese einfach in den Müll geworfen. Falsche Anreize für den Handel sehen Wissenschaftler der Universität Bamberg als Ursache.

Leiter der Forschungsgruppe Björn Asdecker kritisiert: Es sei „eine unnötige Verschwendung“. Insgesamt landeten Im Jahr 2018 schätzungsweise 20 Millionen zurückgeschickte Artikel in der Tonne, dass entspricht 40 Prozent aller weggeworfener Retouren.
Es handelt sich überwiegend um Kleidung, Freizeit-, und Elektroartikel, Haushaltswaren und Produkte des täglichen Bedarfs. Für die Entsorgung von diesen Produkten kostet im Schnitt nur 85 Cent. Es ist oftmals teurer die Ware weiter zu verkaufen und aufwendig ist es zusätzlich. Vielen Unternehmern ist gar nicht bewusst, wer eine Spende gebrauchen kann und welchen Wert die Retoure überhaupt noch hat.



Es geht vor allem um günstige Artikel
Weniger als 15 Euro kosten die weggeworfenen Produkte meistens und fast die Hälfte der Artikel ist technisch kaputt und kann nicht aufbereitet werden In der Studie heißt es: "Eine Entsorgung ist oftmals alternativlos". Nach der Einschätzung der Forscher macht es keinen Sinn, das Wegwerfen zu verbieten.
Retouren
Retouren

Marken- und Patentinhaber schreiben den Händlern teilweise sogar vor, Retouren zu vernichten. Einige Händler, darunter auch der Marktführer Amazon haben bereits reagiert. Nach Angaben von Amazon kostet die Entsorgung nicht mehr 10 Cent, sondern mindestens 25 Cent.



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