Montag, 21. Oktober 2019

Bundesnetzagentur verschärft Regeln für Drittanbieter

Handy
Drittabietersperre setzen!
Handy Abofallen sind fast so alt wie das Handy selber. Spätestens mit Jamba hat wohl fast jeder Handynutzer seinerzeit die Erfahrung machen müssen, ein Klingelton Abo abgeschlossen zu haben und das obwohl man eigentlich nur einen Klingelton haben wollte :-) Heute gibt es in fast jeder App "InApp Käufe" die möglicherweise und je nach Einstellung via Handyrechnung bezahlt werden. 

Das Problem liegt einfach darin, dass nicht nur Erwachsene die Smartphones nutzen, sondern auch viele Kinder, die natürlich gerne in das Lieblings - Game investieren um schneller weiterzukommen oder sich einfach nur irgendwelche Gimmicks, Zubehör, Figuren oder auch Waffen für das jeweilige Spiel kaufen. Oder eben die besagten Abos abschließen, die ebenfalls über die Mobilfunkrechnung abgerechnet wird.
Viele Kinder und auch Jugendliche haben bereits Postpaid Verträge anstatt Prepaid Angebote zu nutzen, die heute alles andere als teuer ist. Die Zeiten, in denen die Prepaidtarife um ein vielfaches teurer sind als die Vertragstarife, sind glücklicher Weise vorbei und somit sollte es keinen Grund geben einem Kind oder auch einem Teenager einen Mobilfunkvertrag zu überlassen. Haften muss immer der Vertragsinhaber.
Bundesnetzagentur
Bundesnetzagentur

Aber auch Erwachsene tappen immer öfter in die Abofalle und wenn keine Drittanbieter Sperre gesetzt ist, wird dies meist sehr teuer. Reklamationen waren in der Vergangenheit immer schwierig und man war immer in der Beweispflicht, was sich oft als schwierig bis unmöglich darstellte. Erst wenn bestimmte Abofallen - Betreiber von der Bundesnetzagentur als ein "Abofallen-Anbieter" gelistet wird, mussten die Netzanbieter und Provider die Kosten erstatten.

Die Bundesnetzagentur will die Regeln für bub solche Handy-Abos verschärfen.Bis zum 01.Februar 2020 müssen die Mobilfunk - Provider das sogenannte Redirect-Verfahren umsetzen, um vor ungewollten oder betrügerischen Abrechnungen zu schützen.

Das Redirect-Verfahren funktioniert so:

Möchte der Kunde ein Abo oder einen Einzelkauf per Mobilfunkrechnung bezahlen, so wird er von der Seite des Anbieters zu einer Bezahlseite seines Mobilfunk - Providers geleitet, wo er dann den Kauf bestätigen muss.

Die Bundesnetzagentur stellt den Anbietern auch andere Möglichkeiten in Aussicht, so dass zum Beispiel eine Art "Geld-zurück-Garantie" zu Unrecht belastete Beträge direkt zurückerstattet. Die Zeitschrift "Finanztest" berichtete im September über Zehntausende Mobilfunk-Kunden, die zu hohe oder falsche Rechnungen bekommen hatten.

Verbraucher, die Probleme mit der Abrechnung von Drittanbieterdiensten haben, können sich über ein Onlineformular an die Bundesnetzagentur, als zuständige Aufsichtsbehörde, wenden. Wer in eine Abofalle getappt ist, sollte das Abo stoppen und Zahlungen sowohl vom Drittanbieter als auch vom Mobilfunkanbieter zurückfordern.


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