Samstag, 10. Dezember 2011

Droht ein neuer Krieg am Golf?

Tarnkappenbomber
Tarnkappenbomber
Immer neue Informationen über der vom Iran abgefangenen US-Drohne sickern durch. Laut einem Bericht der New York Times handelte es sich um einen Spionageversuch der Amerikaner, Informationen über das iranische Atomprogramm zu sammeln. 

Dazu schickte die USA die neueste Generation ihrer unbemannten Tarnkappendrohnen, den Typ RQ-170, über die afghanische Grenze in den Osten Irans. Anfangs wollte die US-Regierung Berichte über den Verlust einer Drohne nicht bestätigen, vielmehr kam die Bestätigung von den in Afghanistan stationierten NATO-Truppen.


Herber Rückschlag für die USA!
 
Wie es zum Absturz der Drohne kam, ist weiterhin unklar. Während die iranische Seite von einer Aktion seiner "Einheit für die Verteidigung von ausländischen Cyberattacken" spricht, gehen die USA von einem technischen Defekt der Drohne selbst aus. Fakt ist aber, dass sich die Drohne in iranischen Händen befindet.

Dies ist insoweit ein herber Rückschlag für die USA, als dass nicht nur ihr geheimer und darüber hinaus völkerrechtswidriger Spionageversuch aufflog, sondern weil die Drohne die modernste Tarnkappentechnik der USA beherbergt. Der Iran könnte sich diese zunutze machen und weitere US-Angriffe noch schneller und effektiver vereiteln oder gar selbst beziehungsweise mithilfe seiner Verbündeten die Technologie in eigenen Geräten implementieren.

Dass insbesondere Russland und China Interesse an solchen "Funden" haben, zeigt das Beispiel Pakistan. Als nach dem Tötungsangriff auf bin Laden die US-Truppen einige ihrer Gerätschaften zurückließen, erlaubte Pakistan chinesischen Ingenieuren, diese zu begutachten, was in den USA eine Welle der Entrüstung auslöste.

Neben den permanenten Drohungen der Israelis, den Iran anzugreifen zu wollen, ist der aktuelle Spionageversuch der USA ein weiterer Baustein einer Reihe von unerfreulichen Ereignissen, die alle auf einen möglichen Militärschlag hindeuten. Erst vor einigen Wochen erhielten die Israelis ihr Viertes von insgesamt fünf bestellen U-Booten, die sich nuklear bewaffnen lassen. Hintergrund ist der Vorwurf des Westens, der Iran baue heimlich unter dem Vorwand der zivilen Energiegewinnung an atomaren Sprengköpfen.

Inwieweit diese Behauptung auf Fakten beruht, ist zweifelhaft. Die internationale Atomenergiebehörde der UN in Wien, die immer wieder als Argument des Westens herangezogen wird, hat bis heute keine eindeutigen Beweise, sondern bezieht sich maßgeblich auf Geheimdienstinformationen, die wiederum alle von westlichen Staaten stammen.



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