Finanzen & Wirtschaft

Seite 1 von 3123

Wie ein Paukenschlag erreichte uns die Nachricht: Schlecker meldet Insolvenz an! Unser Schlecker-Markt von nebenan, in dem wir von Hautcreme über Kaugummi, Kaffee oder Haushaltsrollen und Katzenfutter alles kaufen konnten. Wie konnte es dazu kommen, obwohl das Warensortiment doch Dinge des täglichen Bedarfs umfasst?

Die Geschäfte liegen alle in gut erreichbaren Gegenden und verfügen meist über große, bequeme Parkplätze. Auch die Öffnungszeiten wurden erst kürzlich den Bedürfnissen der Kunden angepasst und erweitert. Und die Verkäuferinnen sind überwiegend freundlich, kompetent und der Kundschaft immer gern behilflich, wenn es erforderlich ist.                                                   Weiterlesen

Der Untergang der US-Investmentbank Lehman Brothers vor drei Jahren ist vielen noch in guter Erinnerung, jetzt steht eine weitere bekannte Wall-Street-Firma vor dem Kollaps. Am Montag beantragte der Wertpapierhändler MF Global Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-amerikanischen Insolvenzrechts und ist damit das erste große Opfer der jüngsten Finanzkrise. Insgesamt ist die Firmenpleite die achtgrößte in der Geschichte der USA.

MF Global ist ein Brokerhaus, das unter anderem für Hedgefonds deren Geschäfte mit Rohstoffen, Derivaten oder Währungen abwickelte. Daneben ist MF Global selbst im Spekulationsgeschäft mit vermeintlich günstigen Staatsanleihen von Spanien, Irland, Portugal oder Italien am Markt tätig. Diese Spekulationen sollen ein Gesamtvolumen von 6,3 Milliarden Dollar gehabt haben. Wie nach einem Bericht der New York Times bekannt geworden ist, sollen zudem rund 700 Millionen Dollar an Kundengeldern fehlen. Amerikanische Ermittler gehen nun der Frage nach, ob die Bank die strikte Trennung von Kunden- und Geschäftsvermögen verletzt habe, oder einfach nur eine schlampige Buchführung für die Fehlbeträge verantwortlich sei. Chef von MF Global ist Jon Corzine, der zu früheren Zeiten Präsident der Investmentbank Goldman Sachs und Gouverneur des US-Bundesstaates New Jersey war. Nachdem der Demokrat 2009 die Wahl gegen den Republikaner Chris Christie verloren hatte, startete er bei MF Global seine Rückkehr in die Finanzwelt der Wall-Street.

Der schwedische PKW-Hersteller Saab, vormals GM-Tochter, wurde aufgrund der Erneuerung der Konzernstrukturen bei GM im Jahre 2010 als unrentabel erachtet und für damals 56 Millionen Euro an den niederländischen Kleinserienhersteller Spyker veräussert. Spyker firmierte die Saab-Sparte in Swedish Automobile um, konnte den rasenden Verfall allerdings nicht stoppen.

Auf diese Weise kam es im Frühjahr diesen Jahres zum Supergau, als namhafte Zulieferbetriebe wegen unbezahlter Rechnungen die Lieferung stoppten. Erstmals in der Geschichte des traditionsreichen Unternehmens standen die Laufbänder still. In dieser Zwangslage suchte Swedish Automobile verzweifelt nach neuen Investoren, erwog die Veräußerung des schwer angeschlagenen Konzerns. Weiterlesen

Die europäische Schuldenkrise macht der Welt Angst«, sagte US-Präsident Barack Obama bei einer Veranstaltung in Kalifornien. Er äußerte die Befürchtung, die Finanzkrise Europas könne sich negativ auf die angeschlagene US-Wirtschaft auswirken und forderte von Europa rasche Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme. Die europäischen Banken, so Obama, hätten sich nie von der Krise im Jahre 2007 erholt. Damals war die Welt in eine Finanzkrise getaumelt, die durch die US-Immobilienkrise ausgelöst worden war. Infolgedessen war die US-amerikanische Großbank Lehman Brothers zusammengebrochen. Obamas Antwort darauf war der Nachdruck von einer Billion zusätzlicher US-Dollars im Jahre 2009 gewesen. Eine Methode der Geldmengenaufblähung, die sonst hauptsächlich aus Schwellen- und Entwicklungsländern bekannt ist, und die zu einer massiven Abwertung des Dollars führte.

Aktuell ist es dem US-Präsidenten gelungen, eine drohende Zahlungsunfähigkeit der USA ab 1. Oktober zum dritten Mal in diesem Jahr abzuwenden und Mehrheiten für einen rettenden Übergangsetat zu gewinnen. Ob dies von dauerhaftem Erfolg sein wird, ist noch nicht absehbar. Aktuell beläuft sich die US-amerikanische Staatsverschuldung auf 14 Billionen Dollar. Erst im vergangenen Juli war der Staatsbankrott der größten Wirtschaftsmacht der Welt in letzter Minute durch eine Erhöhung der Schuldenobergrenze verhindert worden. Barack Obama, der aktuell für seine Wiederwahl im Jahre 2012 kämpft, steht vor großen Herausforderungen, vor deren Hintergrund man seinen Appell an die Verantwortlichen in Europa als Ablenkungsmanöver bewerten kann.

Der bisheriger Sparkurs Griechenlands reicht nicht aus, um die Erwartungen der internationalen Prüfer zu erfüllen und so an die dringend benötigten Hilfskredite der EU zu gelangen. Diese sind jedoch nötig, um die kurz bevorstehende Insolvenz Griechenlands noch einmal abwenden zu können. Von der griechischen Regierung wurden deswegen weitere radikale Sparmaßnahmen beschlossen, welche nun auch Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und Rentner betrifft.

Über 30.000 Angestellte und Beamte sollen in eine Art „Arbeitspause“ geschickt werden. Dies bedeutet, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren und innerhalb eines Jahres einen neuen Job finden müssen. In der Übergangszeit erhalten sie ein sogenanntes „Überbrückungsgeld“. Die Rentner trifft es sogar noch härter, denn alle Renten über 1200€ sollen um 20% gekürzt werden. Auch der Steuerfreibetrag wird erneut gesenkt, diesmal von 8000€ auf 5000€ pro Jahr. Laut dem griechischen Finanzminister Venizelos sind diese Kürzungen und finanziellen Einschnitte nötig, um Griechenlands Position in der EU nicht zu gefährden und die griechische Wirtschaft für die Zukunft am Laufen zu halten.

Die griechische Bevölkerung will die drastischen Sparmaßnahmen nicht kampflos hinnehmen und plant weitere Protestmärsche. Währenddessen ist noch nicht sichergestellt, dass es noch einmal finanzielle Unterstützung von Seiten der EU geben wird. Denn erst nach dem Bericht der Troika, den internationalen Prüfern, werden die EU-Finanzminister darüber entscheiden. Erfüllt Griechenland bis Anfang Oktober alle gestellten Anforderungen, fließen noch einmal 8 Milliarden Euro an Hilfskrediten.

Seite 1 von 3123

Follow & Like us

RSS874
Facebook2k
Facebook
Instagram4k

Bookmark us

Social Bookmarks

Bookmark:

Browser Favoriten Mr. Wong Facebook StumbleUpon technorati Furl del.icio.us yahoo Linkarena Oneview Digg! google Favoriten.de Yigg Weblinkr Kledy

Hashtags